Die Nebbiolo-Traube wird praktisch nur in den Langhe angebaut, weil dort der Boden eine ideale kalkig-mergelige Mischung aufweist. Den Namen Nebbiolo hat die Traube wahrscheinlich, weil sie lange zum Reifen am Rebstock braucht und deshalb erst im Oktober geerntet wird, wo es häufig schon Nebel – nebbia auf Italienisch – hat. Aus ihr werden die berühmten Barolo- oder Barbaresco-Weine erzeugt.
Damit ein Wein eine dieser beiden Bezeichnungen führen darf, muss die Rebe in einem genau definierten Anbaugebiet liegen. Die Grenzen dieser Gebiete werden von einem Gremium festgelegt und sind schon seit vielen Jahren unverändert. Natürlich ist immer ein Druck da, die Zone zu vergrössern, denn es geht um Geld: Barolo und Barbaresco gehören zu den teuersten Weinen Italiens. Matteos Nebbiolo darf nicht Barolo heissen, weil seine Rebe ca. 1km ausserhalb der Barolo-Zone liegt. Er wäre der höchstgelegene Barolo-Produzent, denn viel weiter oben als er gibt es nicht mehr viele Reben, da wir dann schon in der Alta Langa sind.
Matteo betreibt einen traditionellen Rebbau, das heisst er ist nicht explizit bio, aber so wie er jeweils über die Weine und den Weinbau redet, ist er sicher jemand, der das Bewusstsein für die Natur hat.